
Historische Namensformen
Burginhoven
(1110) - Burnhoven (1140) - Burnehoven (1213) - Burenhoven (1295) - Burnhovin
(1370) - Burnhobin (1393) - Bornhoffen (1410) - Bornhoiffen (1438) - Bornhoffen
(1753)
Geschichtliche Grundlagen
Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes
Bornhofen erfolgte am 12. Juni 1110. Damals übergab Propst Richwin
vom St. Martinsstift zu Worms mit Zustimmung des deutschen Königs Heinrich V.
auf Bitten des Erzbischofs Bruno von Trier den Kanonikern des St. Martinsstiftes
den Fruchtzehnten zu Brato (Prath), Dahlheim, Spaldo (Spay), Burginhovin (Bornhofen),
Campa (Kamp), Luggershausen (Lykershausen), etc.
Der Name „Burginhoven" erklärt sich wohl
daraus, dass der Ort als Ansiedlung und fränkischer Herrenhof am Fuße der
Reichsburg Sterrenberg, die schon im 12. Jh. bestand, seinen Anfang nahm. In der
Zeit von 1140 bis 1250 ist ein Rittergeschlecht „von Bornhofen" urkundlich
nachweisbar, das zu Beginn des 13. Jh. den Namen „von Sterrenberg" synonym
gebrauchte und diesen schließlich beibehielt. Von dem Geschlecht, das den
schwarzen, achtstrahligen Stern auf goldenem Grund in seinem Wappen führte, sind
uns einige Vertreter namentlich bekannt: Embrico von Burnehoven und seine Frau
Engeltrudis (1140); Godefrid von Burnehoven (1213); Reinbold (Remboldus) von
Burnhoven und seine Frau Sophya (1250). Der in den Jahren 1224 bis 1237 erwähnte
Remboldus, Priester zu Bornhofen, wohnte in Boppard, wo er ein Haus besaß. Der
Priesterdienst in Bornhofen setzt aber die Existenz einer Kapelle oder Kirche
voraus. Diese wird auch tatsächlich am 15. Januar 1295 (ecclesia in Burenhoven)
genannt, während der Vorgängerbau der heutigen Wallfahrtskirche 1311 als Kapelle
bezeichnet wird. Wohl anlässlich des 100. Jahrestages bezüglich der Aufstellung
des ersten Gnadenbildes gewährte Papst Bonifacius IX. am 13. November 1389 der
Marienkapelle zu Bornhofen die Gewinnung eines unvollkommenen Ablasses: „Bonifacius
IX. capelle B. Marie in Bornhoven, Trever. dioc. concedit indulgentias non
plenarias" (Vatikanische Regesten). Ein Pachtbrief aus dem Jahre 1393 bestätigt
noch einmal, dass die Kirche „Unserer lieben Frau" (Unser Lyebin frauwen zu
Burnhobin) geweiht war. Der Bezirkskonservator Prof. Dr. Wichert ließ 1926
mehrere Gräben in der Kirche ziehen, um die alten Fundamente eingehend studieren
zu können. Er kam zu dem Resultat, dass an Stelle der jetzigen Kirche eine
dreischiffige Basilika mit flacher Decke stand. Auch wurden Fundamente eines
Kreuzganges, der sich an die Kirche anschloss, entdeckt. 1963 entfernte man die
Holzeinfassung des Hochaltars, um einen marmornen Altartisch zu errichten. Dabei
entdeckte man den gotischen Stipes. An den Seiten waren 15 bis 20 cm
abgeschlagen zur Anbringung der Holzeinfassung.