Die Neuordnung der Seelsorge
im Bezirk Rhein-Lahn


Papst segnet das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes

   "Bornhofen hat seit meiner Jugend einen festen Platz in meinem Herzen" sagte der heilige Vater Benedikt XVI. zu dem aus Kamp-Bornhofen stammenden rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz.

   Dem Wunsch der Franziskaner entsprechend ließ der Innenminister ein Foto der schmerzhaften Mutter Gottes von Bornhofen durch den Papst segnen. Es ist ein wertvolles päpstliches Zeichen für den Marienwallfahrtsort. Das Abbild der Mutter Gottes wird bestimmt einen Ehrenplatz im Wallfahrtskloster erhalten.

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   „Es ist unglaublich schön zu erleben“, - sagte Roger Lewentz nach dem Besuch bei dem Heiligen Vater – „wie der Papst auf den ersten Blick das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes zu Bornhofen erkannt hat und aus seinem Mund dessen eigene Erinnerung an unseren Mittelrheinischen Wallfahrtsort zu hören“.


Benefizkonzert für Kinderkrankenhaus in Bethlehem

   In diesem Rahmen fand am Samstag, 05.11.11 nach dem Gottesdienst in der Pilgerhalle des Wallfahrtsklosters Bornhofen ein Konzert statt, zu dem Pater Matthäus eingeladen hatte. Der Kinderchor Filsen-Osterspai und die Jugendband (T)-Aufwind unter der Leitung von Pater Matthäus, Maja Westbomke und Dietmar Fischenich boten den Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm. Präsentiert wurden Lieder aus dem Neuen Geistlichen Liedgut, sowie eigene Kompositionen.

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   Der Kinderchor animierte das Publikum mit schwungvollen Liedern zum Mitmachen.
   Nach dem Konzert wurden Dippedotz und Glühwein verkauft. Am Ende kam der stolze Spendenbetrag von € 1100,00 zusammen.

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9. Feuerwehrwallfahrt nach Bornhofen

   Zur neunten Feuerwehrwallfahrt trafen sich am letzten Sonntag im Oktober die Wehren aus Kamp-Bornhofen, Lahnstein, Bad Honnef, Kestert und Oberlützingen sowie eine Abordnung des Technischen Hilfswerkes an der Kapelle Salve. Bei der musikalischen Begleitung von der Feuerwehrkapelle Mayen pilgerten die Truppen zur Pilgerhalle in Bornhofen.
   Die Wallfahrt führte der Weihbischof Dr. Thomas Löhr, der vor der Wallfahrtskirche ein neues Fahrzeug der Jugendfeuerwehr Bad Honnef eingesegnet hat. In seinem Predigt erinnerte er an den Brand des Klosters im November 1949 und betonte wie wichtig ist, um neue Kraft für den Dienst der Feuerwehr zu beten.

Predigt von dem Weihbischof Thomas  Löhr


Franziskusfest

   Am 4. Oktober feiern die Franziskaner das Franziskusfest. Den feierlichen Gottesdienst hat in diesem Jahr der Regens des Priesterseminars in Limburg, Dr. Christof Strüder zelebriert. In seinem Predigt hat die Gestalt des heiligen Franziskus in einer schönen Sprache näher gebracht. Nach der Eucharistiefeier, die von dem Frauenchor aus Dachsenchausen musikalisch gestaltet wurde, fand im Kloster ein gemütliches Beisammensein statt.

                       Frnz2011

Patronatsfest der Wallfahrtskirche Bornhofen-Hochfest Mariä Geburt

   Die Franziskaner und der Freundeskreis des Wallfahrtsklosters Bornhofen hatten am Donnerstag, 08. September 2011 zum feierlichen Gottesdienst anlässlich der Geburt Mariens eingeladen. Guardian Pater Dr. Roger Cicholaz begrüßte die zahlreichen Kirchenbesucher, insbesondere den Zelebranten Domkapitular Prälat Helmut Wanka. Dieser ging in seiner Predigt besonders auf das wohlbekannte Geburtstagslied „Wie schön, dass du geboren bist…“ ein und stellte den besonderen Bezug zum Geburtstag Mariens her, deren Wesen jeder –auf seine Weise- in sich spüren kann.

 

   Im Anschluss an den Gottesdienst fanden sich die Gläubigen im Klostergarten ein, hier hatte der Freundeskreis der Franziskaner schon alles für ein schönes Gartenfest vorbereitet. So ließen sich die Gäste die leckeren Speisen -meist vorbereitet von den Damen des Freundeskreises- gerne schmecken (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!).

 

 


 Mariä Himmelfahrt im Kloster Bornhofen

Bischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst war am Vormittag des 15. August 2011 bei den Franziskanern von Kloster Bornhofen zu Gast und feierte in der vollbesetzten Wallfahrtskirche ein festliches Pontifikalamt.

In seiner Begrüßungsansprache dankte der Guardian des Klosters, Pater Dr. Roger Cicholaz dem Bischof für seinen Besuch und begrüßte neben allen Gläubigen besonders die Kinder der Grundschulen Osterspai und Kamp-Bornhofen, sowie den Kinderchor, der auch den feierlichen Gottesdienst mitgestaltete (geleitet von Frau Westbomke). Desweiteren bemerkte er voller Freude, dass die Gemeinschaft der Franziskaner einen neuen Mitbruder – Pater Klemens – begrüßen kann.

In seiner Predigt betonte der Bischof, dass Maria die große Fürsprecherin und Mittlerin der Menschen bei Gott sei.  Maria strecke Ihre Arme in den Himmel, dadurch sei Ihre ganze Haltung Gebet, wer zu Gott bete und auf Maria schaue, gewinne eine Kraft, sich dem Himmel entgegenzustrecken.

Als Zeichen seiner Verbundenheit entzündete der Bischof eine Wallfahrtskerze und überreichte der Gottesdienstgemeinde ein Gebetsbild mit einem eigenen Gebet.


Gebet zum 900. Bornhofen-Jubiläum

V: Seit Jahrhunderten wirst Du Maria als schmerzhafte Mutter Gottes /

   in Deinem Gnadenbild zu Bornhofen verehrt. /

   An diesem von Dir ausgewählten Gnadenort /

   hast Du oft den Leidenden, Traurigen und Unglücklichen geholfen. /

A: Darum hoffen wir, dass Du auch uns in unseren Sorgen und Nöten beistehst /

   und uns als die beste Mutter unter Deinen Schutz nimmst. /

   Wir reihen uns ein in die Schar der ungezählten Gläubigen, /

   die vor Deinem Gnadenbild Dein Lob gesungen und Deine Fürbitte erfleht haben. /

V: Mit Dir preisen wir unseren Herrn und Gott, der auf unsere Niedrigkeit geschaut /

   und durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes Großes für uns getan hat. /

A: Mit Dir erinnern wir uns an alles, was Gott durch Deine Fürsprache /

   für unsere Vorfahren und für uns gewirkt hat. /

   Mit Dir und durch Dich sagen wir ihm Dank. /

V: Mit allen Pilgern rufen wir Dich heute an, schmerzhafte Mutter Gottes, /

   Du bist unsere Hoffnung und die Quelle unseres Trostes. /

A: Deiner mütterlichen Liebe empfehlen wir unsere reiche Geschichte, /

   die unruhige Gegenwart, in der wir leben, und die noch unbekannte Zukunft. /

V: Lehre uns in der heutigen Welt den lebendigen Gott zu verkünden /

   und Jesus, unseren Herrn, als einzigen Retter zu bezeugen. /

A: Wache über die Kirche und über unsere Heimat - /

   mögen sie ein wirklicher Ort der Gemeinschaft, des Friedens und der Versöhnung sein. /

   Beschütze uns in allen Schwierigkeiten und Prüfungen des Lebens /

   und hilf uns, immer mehr geschwisterlich vereint zu sein. /

   Schenke unseren Familien die Liebe, die alle Probleme überwindet /

   und jede Spaltung entfernt. /

   Schütze unsere Kinder, damit sie nicht zum Bösen verführt werden. /

   Zeige unseren Jugendlichen den sicheren Weg und die guten Perspektiven für die Zukunft./

   Tröste unsere Kranken und die älteren Menschen, /

   damit sie die Gegenwart Deines Sohnes erfahren und sich nicht einsam fühlen. /

   Schenke unseren Seelsorgern und Seelsorgerinnen das Licht des Heiligen Geistes, /

   damit sie uns auf einem geraden Weg zum Reich Christi führen. /

V: Beseele uns mit der Gnade des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, /

   damit wir wie Sauerteig der Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft werden. /

A: Wache über die Verantwortlichen in der Politik, /

   mögen sie sich mit Umsicht und Weisheit für den Aufbau unserer Heimat einsetzen, /

   und die Würde und die Rechte eines jeden Menschen achten. /

   Breite Deine Hände aus über alle, /

   die in unserer Heimat wohnen und zu ihrem Wohle beitragen. /

   Schmerzhafte Mutter Gottes von Bornhofen /

   sei unsere Fürsprecherin jetzt /

   und in der Stunde unseres Todes. Amen. /

                                                                            Kamp-Bornhofen, August 2011




Dankeschön-Fest

   Zu einem Dankeschön-Fest in den Garten des Wallfahrtsklosters waren die Mitglieder des Freundeskreises eingeladen, die sich in besonderer Weise rund um das Kloster engagieren und dazu beitragen, die Patres für ihre pastoralen Aufgaben und Dienste zu entlasten: die Helferinnen und Helfer bei Festen und Feiern, die Lektoren und Organisten, die Helferinnen im benachbarten Alten- und Pflegeheim „Haus Marienberg“, die Mitarbeiter um Hartmut Hülser und Horst Fischbach, die die Außenanlagen des Klosters betreuen,...

 

   Herr Reichgeld, Herr Hülser und Pater Roger dankten mit herzlichen Worten den bei Speis und Trank versammelten Teilnehmer/innen und nannten deren vielfältige Bemühungen sehr hilfreich und wertvoll. Es sei für die Klostergemeinschaft eine Freude, sich auf eine solch tatkräftige und zuverlässige Unterstützung verlassen zu können.


Wallfahrtskirche steht vor der “Abrüstung“
Redakteur der Rhein - Lahn Zeitung, Tobias Lui, berichtet. 

   Renovierung  Gerüst im Herbst endlich weg?

   Eigentlich sollte die Renovierung des Turms der Marien-Wallfahrtskirche in Bornhofen schon seit mehr als einem Jahr abgeschlossen sein. Doch auch nach dreijähriger Renovierungszeit steht das Gerüst noch immer, kein schöner Anblick für die Anwohner, die schon vor geraumer Zeit den verwahrlosten Zustand monierten ( die RLZ berichtete ).

   Doch nun kann Hartmut Hülser, Zweiter Vorsitzender der Franziskaner im Wallfahrtskloster positive Nachrichten vermelden. „ Ein neuer Architekt hat das Ruder übernommen, und der macht einen fleißigen und zuverlässigen Eindruck.“ Unter dessen Leitung trafen sich jüngst alle mit der Reparatur befassten Unternehmen mit dem Ziel, die noch anstehenden Arbeiten möglichst schnell zu beenden. „ das Treffen war auch bitter nötig,denn auch nach knapp drei Jahren Einrüstzeit war kein Baufortschritt zu erkennen „,ergänzte Horst Fischbach, Schatzmeister des Freundeskreises.

Gerüst

   Nun aber sollen die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen sein. Dann muss sich Pater Desiderius nicht immer wieder den Fragen der Pilger stellen, die wissen wollen, wann das Gerüst endlich wegkommt. „ Das ganze Problem ist entstanden, weil es große Probleme mit dem alten Architekten gab“, berichtete Hülser. Dieser war extrem unzuverlässig und arbeitete fehlerhaft : So wurden große Flächen bei den Putz- und Anstricharbeiten vergessen. Auch die witterungsbedingte Reparatur des Kirchendaches steht noch aus. Dies alles soll nun geschehen, was einen erneuten Gerüstumbau nötig macht. Obwohl Dachdecker, Gerüstbauer, Putzer, Maler und Restaurator sich über die weiteren Schritte verständigten, ist ein lückenloses Arbeiten allerdings  nicht möglich. Denn durch die Trocknungszeit des Putzes von sechs Wochen müssen die Anstricharbeiten noch warten.

   Dennoch: Ein Ende ist in Sicht. Darüber dürfen sich die Nachbarn freuen, die von der Dauereinrüstung und den damit verbundenen Beeinträchtigungen genau so genervt waren wie Pilger und Gottesdienstbesucher.

   „Der Unmut wurde immer lauter im Ort“, erklärte Fischbach. Die Hauptschuld trug dabei für viele das Kloster in Bornhofen : Die Patres kriegen das nicht hin“, mussten sich Pater Desiderius und seine sechs Glaubensbrüder oft anhören. Dabei ist das Kloster überhaupt nicht der Bauherr, sondern das Bischöfliche Ordinariat in Limburg.

   Die ließen den Baupfusch aber zunächst einmal durchgehen : Auch deshalb glauben viele  in Bornhofen, dass das Bistum dem Wallfahrtskloster nicht die Bedeutung beimisst, die im zukommt. Denn nicht nur an den Außenwänden von der Kirche und Kloster nagt der Zahn der Zeit : Auch der Zustand der Innenräume ist teilweise desolat.“ Alle Dorf- und Pfarrkirchen in der Region sind bestens renoviert nur die Klosterkirche nicht“, kritisierte daher Fischbach.

   Dies sei unverständlich, schließlich erweise sich Bornhofen mehr und mehr als religiöser Zufluchtsort und Mittelpunkt- gerade nach der geplanten Bistumsreform.

Mit Gottes Segen in die Sommerferien

 

   Zu einem besonderen Start in die Sommerferien hatten Pater Matthäus und Frau Westbomke die Chorkinder aus Osterspai und Filsen sowie deren Eltern nach Bornhofen eingeladen. Und weil fast alle Familien der Einladung folgten, kamen über 50 Personen ins Franziskanerkloster.

  

Spiel

 

   Neben dem gemütlichen Kaffeetrinken und Würstchen am Abend standen auch das gemeinsame Singen und Spielen auf dem Programm. So konnten die Kinder wie auch die Erwachsenen durch ein Kloster-Quiz das Gelände des Klosters spielerisch erschließen. Und sie fanden Vieles was sie zuvor noch nicht gesehen hatten.

 

 

 

   Mit einem musikalischen Abendgebet, an dem auch die ganze Gemeinschaft der Franziskaner teilgenommen hat, endete der Tag für die Familien. Die Kinder gingen müde und erschöpft aber mit Gottes Segen heim und in die Ferien.

 Gebet

 

 

   Frau Westbomke, die den Kinderchor mittlerweile 9 Jahre leitet, wünschte allen erholsame Ferientage und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass alle nach den Sommerferien wieder gesund und munter zur Chorprobe zusammenkommen.

 

 

 


Schiffswallfahrt des Niederrheins

   Die Patres des Wallfahrtsklosters Bornhofen konnten in der vergangenen Woche zum 173. Mal die Niederrheinische Schiffswallfahrt an der Gnadenstätte begrüßen.

   MS „Rhein Energie“ startete in Köln, pünktlich um 9:00 Uhr und landete in Kamp-Bornhofen etwa gegen 19.00 Uhr. Unterwegs hatten die Pilger bereits einen Gottesdienst auf dem Schiff, denn es gibt an Bord einen Altar. Unter Singen und Beten verläuft die traditionelle Schiffsreise. Das Rosenkranzgebet spielt dabei eine besondere Rolle und ebenfalls das Bornhofener Wallfahrtslied „Geleite durch die Wellen“.

Lichter

   So ist der Organisator der Wallfahrt, Pfarrer Wilhelm Maqua aus Aldenhoven, bereits zum 111. Mal in Bornhofen.

   Einer der Höhepunkte der Wallfahrt war am Abend des zweiten Tages die traditionelle, abendliche Lichterprozession durch den Wallfahrtsort.

   Begleitet von der örtlichen Feuerwehr mit Fackeln zogen die Pilger, es waren in diesem Jahr rund 497, mit ihren Lichtern zur Gnadenstätte.

   Der Tag der Rückreise begann mit einem Gottesdienst in der Pilgerhalle, ehe das Schiff um 10:00 Uhr an der Kamper Landestelle ablegte, noch einmal rheinaufwärts Richtung Bornhofen fuhr mit seinem Signalhorn den Wallfahrtsort grüßte und dann rheinabwärts in Richtung Köln davon fuhr.


Freundeskreis der Franziskaner im Wallfahrtskloster Bornhofen e.V.

 

Eine Veränderung in der Bornhofener Wallfahrtskirche.

 

    Sicherlich wird vielen Pilgern in der letzten Zeit eine Veränderung in der Kapelle mit dem Gnadenbild aufgefallen sein, denn an den Wänden rechts und links der Pieta befinden sich zwei Schaukästen mit Weihegegenständen, die der Wallfahrtsstätte zum Dank für Gebetserhörungen von den Gläubigen gespendet wurden.
    Jeder, der die Wallfahrtskirche kennt, hat schon einmal die Votivtafeln im hinteren Teil der Kirche gesehen und studiert, die ebenfalls zum Dank für erbetene Hilfe durch die Gottesmutter dort angebracht sind.
    Das Kloster verfügt über Archiv –Aufzeichnungen aus dem Jahre 1720, die belegen, dass weit vor dieser Zeit ein anderer Brauch, nämlich die Spende von Weihegaben üblich war.
    Diese Weihegaben, vornehmlich aus Silber und seltener aus Gold, sind auf alten Fotos der Gnadenkapelle heute noch zu sehen.


    Diese Kunstgegenstände stellen Gliedmaßen wie Arme und Beine, sehr oft auch Herzen dar, zum Dank für Heilungen von Krankheiten und Gebrechen. Auch Babies zum Dank für erfüllte Kinderwünsche, Augen und Ohren für wieder erlangte Sehkraft und Gehör - und Gehhilfen zeugen vom Dank der Gläubigen. Andere Symbole wie Kruzifixe, Lamm(Gottes), Ringe und Ketten waren ebenfalls unter den gespendeten Gegenständen die im obigen Verzeichnis aufgeführt sind, viele davon sind allerdings in den vergangenen Jahrhunderten verloren gegangen.
    Doch seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhundert, waren die noch vorhandenen und bis dahin ausgestellten Kunstgegenstände im Fundus des Klosters verschwunden, wahrscheinlich sind sie anlässlich der Krönung des Gnadenbildes im Jahre 1925 entfernt worden.
    Nunmehr wurden sie auf Initiative des Konvents mit finanzieller Unterstützung des Freundeskreises dem Publikum wieder zugänglich gemacht.
Angefertigt von der Schreinerei Nengel aus Lahnstein, hängen die beiden Schaukästen nunmehr beiderseits des Gnadenbildes und zeugen damit von der Gläubigkeit vergangener Jahrhunderte.



 
 Roger Lewentz
zum Innen- und Infrastrukturminister ernannt
 

    Die Franziskaner und die Mitglieder des Freundeskreises gratulieren Herrn Roger Lewentz zur Ernennung zum Innen- und Infrastrukturminister in der neuen Landesregierung von Rheinland-Pfalz.

    Für die neue Aufgabe wünschen wir Gottes reichen Segen und den Erfolg, den er bisher schon hatte – als Staatsekretär, Mitglied des Landtages, als Ortbürgermeister von Kamp-Bornhofen und in anderen Funktionen.

    Wir freuen uns mit Herrn Minister Lewentz – unserem Vorstandsmitglied im "Freundeskreis der Franziskaner im Wallfahrtskloster Bornhofen e.V." – über seine ehrenvolle Ernennung und wünschen uns eine weitere wunderbare Zusammenarbeit mit ihm.

Pater Dr. Roger Cicholaz OFM
Manfred Reichgeld (1. Vorsitzender des Freundeskreises)


"Bitte für uns"
Wallfahrt von St. Martin und St. Barbara auch Lahnstein nach Bornhofen

 

    Nicht nur nach Rom führen viele Wege, auch nach Bornhofen können Pilger auf unterschiedliche Weise gelangen. Am 8.5.2011 startet um 4.30 Uhr eine Gruppe von der Pfarrkirche St. Martin, um über den Rheinsteig und weitere Höhenwege nach Bornhofen zu pilgern. 4 Stationen unterbrachen den Weg und luden zum Hören auf Gottes Wort, zu Gedanken über Maria, die Mutter Gottes und zum Nachdenken über das Beten und das Fürbittgebet im Besonderen ein.

    Eine andere Gruppe brach um 5.15 Uhr von der St. Barbara-Kirche in Lahnstein auf und ging am Rhein entlang begleitet vom Rosenkranzgebet und ebenfalls 1 Statio zur Wallfahrtskirche. Als letzte starteten die Radfahrer um 8.15 Uhr und auch sie machten unterwegs Halt zum Beten und Singen.

    Um 10.30 Uhr schließlich feierten alle, die aus unseren beiden Gemeinden gekommen waren, zusammen Gottesdienst in der Pilgerhalle. Das Emmaus- Evangelium stand hier im Mittelpunkt der Verkündigung und wurde gewissermaßen zum Begleitwort für den zukünftigen gemeinsamen Weg beider Gemeinden.
P. Wolfgang SSCC und P. Roger OFM zelebrierten die Pilgermesse. Musikalisch gestaltete den Gottesdienst der Kirchenchor von St. Barbara unter der Leitung von Herrn Kemp, unterstützt von Herrn Kissel an der Orgel.


Die Bornhofener Wallfahrtssaison hat begonnen

  

    
Selbstverständlich ist der Marienwallfahrtsort Bornhofen auch das ganze Jahr über eine vielbesuchte Gnadenstätte - und dies schon seit vielen Jahrhunderten. Dennoch, die Hauptsaison erstreckt sich vom Monat Mai bis Ende September - Anfang Oktober.
In diesem Jahr wurde die Wallfahrtszeit mit einem vielbesuchten Pontifikalgottesdienst, zelebriert vom Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, am Samstag dem 7. Mai eröffnet. Schon am darauf folgenden Sonntag hatte sich eine große Pilgerschar vor dem Gnadenbild, in der Kirche und in der Pilgerhalle versammelt.
    Neben den Pilgern aus Lahnstein waren auch die im pastoralen Raum Braubach, Osterspai, Filsen und Kamp-Bornhofen zusammengefassten Pfarreien zu der Gnadenstätte gezogen.
    Waren die einzelnen Pfarreien einst getrennt nach Bornhofen gepilgert, so sind sie nun in diesem Jahr den Weg zum Wallfahrtsort gemeinsam gegangen.
    Pater Desiderius Ziembla, Pater Matthäus Gorkiewicz und Diakon Erhard Olwert zelebrierten den feierlichen Gottesdienst, der von der Feuerwehrkapelle Osterspai, von jungen Musikern unter Leitung von Pater Matthäus und Frau Maria Westbomke sowie von den Kirchenchören aus dem pastoralen Raum unter Leitung von Frau Martina Kemp umrahmt wurde.
    Gerade die Mischung von moderner und alt hergebrachter Musik sorgte dafür, dass der Gottesdienst sowohl bei den jugendlichen als auch den älteren Pilgern die entsprechende Resonanz fand.
    Die Pfarrei Kamp-Bornhofen hat im November nochmals einen eigenen Wallfahrtstag, den „Verlobten Tag“, der von einem Gelübde im Kriegsjahr 1944 ausgeht.

Eröffnung der Wallfahrtszeit 2011

    Mit einem feierlichen Pontifikalamt am 7. Mai wurde die diesjährige Wallfahrtszeit in der Pilgerhalle des Klosters Bornhofen eröffnet. Pater Guardian Dr. Roger Cicholaz begrüßte mit herzlichen Worten den Hochwürdigen Herrn Weihbischof Jörg Michael Peters aus dem Bistum Trier, seine Mitbrüder im priesterlichen Amt und die Wallfahrer/innen aus den Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit Emmelshausen (Hunsrück), die sich seit altersher in dieser Maiwoche auf den langen Weg nach Bornhofen begeben, um vor dem Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes in ihren Anliegen zu beten. In sehr schöner Weise musikalisch umrahmt wurde der festliche Gottesdienst vom Musikverein Emmelshausen e.V.
    In seiner beeindruckenden Predigt sprach Weihbischof Peters u.a. davon, dass wir uns an einem Ort befinden, an dem die Fürsprache der Gottesmutter in besonderer Weise erfleht und erbetet wird. Unser Schauen auf das Bild könne Hilfe sein, den Blick auf das Wesentliche zu lenken und in Maria diejenige wahrzunehmen, die in der Stunde der Passion und der Verherrlichung Jesu unter dem Kreuz stand. „Gerade in ihrem Uns-als-Mutter-nahe-Sein ist Maria vielen – auch heute – eine Hilfe, den Sohn zu finden und in ihm den Heiland und Erlöser zu erkennen.“

PREDIGT ZUR WALLFAHRTSERÖFFNUNG IN BORNHOFEN
SAMSTAG - 7. MAI 2011
TEXTE: SPR 8, 22-31 - APG 1, 12-14; 2, 1-4 - MT 12, 46-50

Liebe Mitbrüder,
liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
die Festgeheimnisse, die wir als Kirche im Laufe eines Jahres feiern dürfen, können wir nicht gleichermaßen auf Anhieb mit unserem Intellekt, unserem Verstand, durchdringen und annehmen. Oft helfen uns Bilder, uns diesem Geheimnis des Glaubens zu nähern, es tief in uns drinnen wurzeln zu lassen; Bilder, die uns ein ganzes Leben begleiten.
Wenn wir uns heute als Pilgergemeinde hier in Bornhofen versammelt haben, finden wir ein Gnadenbild, das Menschen durch Generationen in Jahrhunderten nahegekommen ist:
Die Pieta, das Bild der schmerzhaften Gottesmutter, wie sie den toten Leib ihres Sohnes auf ihrem Schoß hält.
Warum ausgerechnet dieses Bild einer trauernden Mutter und des am Kreuz zu Tode gerichteten Sohnes? Kann uns dieses Bild heute, da wir doch noch mittendrin sind Ostern, das Fest der Auferstehung unseres Herrn zu feiern, kann uns dieses Bild als österlich-feiernden Christenmenschen etwas sagen?

Ich habe ein Wort Papst Benedikt XVI. gerade im Blick auf dieses Gnadenbild verstehen gelernt, wo er sagt:
Ostern ist die Feier der kreuzgeborenen Freude.

Wenn wir uns aufmachen zur Wallfahrt an einen Ort, an dem die Fürsprache der Gottesmutter in besonderer Weise - durch acht Jahrhunderte schon - erfleht und erbetet wird, kann das Schauen auf das Bild, in dem sie dargestellt ist, Hilfe sein, den Blick auf das Wesentliche, das Zentrale zu lenken. Davon kann dieses Gnadenbild, anmutend schön, wie es trotz all der Restaurierungen ist, uns viel, ja sehr viel nahe bringen:
Maria ist diejenige, die unter dem Kreuz steht in der Stunde der Passion und der Verherrlichung Jesu.
Hier, im Gnadenbild zeigt sie uns den, der für uns und um unseres Heiles willen bis ans Kreuz ging.
Gerade in ihrem Uns-als-Mutter-nahe-Sein ist Maria vielen – auch heute – eine Hilfe, den Sohn zu finden und in ihm den Heiland und Erlöser zu erkennen.
Schauen wir von dem Gnadenbild in die Wirklichkeit unserer Weltsituation, so spüren wir, wie der Realität nah diese Szene der Trauer und des Leids ist.
Ja, diese Situa¬tion kommt millionenfach vor in der weiten Welt. Frauen in Syrien und Libyen, noch immer im Irak und in Afghanistan und an vielen unbekannten Plätzen dieser Erde halten ihre toten Söhne in den Armen und beweinen sie.
Es ist nicht lange her - gerade mal zwei Generationen -, dass auch in unserem Land dasselbe Bild des Jam¬mers Wirklichkeit war.
Und wie viele Mütter beklagen ihre Kinder – zwar nicht körperlich, leiblich, aber doch geistig: weil sie Wege gehen, die nicht förderlich sind, weil sie mit dem Elternhaus auch den Glauben der Kindheit abgelegt haben, weil sie aus dem Gleis geraten sind.

Liebe Schwestern und Brüder,
weil dieses Bild so sehr nahe an der Wirklichkeit ist, kommen so viele Menschen an diesen Ort mit ihrem Leid, ihrer Hilflosigkeit und Ohnmacht, um die hilfrei¬che Nähe der Schmerzensmutter zu erbitten.
Hier werden wir aber nicht nur aufmerksam auf die unendlichen Wiederholungen, die das Bild der schmerzhaften Gottesmutter zu allen Zeiten gefunden hat. Es bleibt bei allem Leid, das wir im eigenen Leben und in der Welt sehen und mittragen doch auch un¬vergleichlich.
Noch einmal will ich das Wort von Papst Benedikt XVI. wiederholen, der sagt: Ostern ist die Feier der kreuzgeborenen Freude.

Das zu verstehen, müssen wir die eben gehörten Texte der heiligen Schrift genauer betrachten:
- „Ich war als geliebtes Kind bei ihm“ – hörten wir aus dem Buch der Sprichwörter; es ist die Weisheit Gottes, die hier sein Kind genannt wird und die er, der Schöpfer, von Anfang an der ganzen Schöpfung einprägt, damit wir überhaupt fähig sind, unsere Würde und unsere Berufung der Gottebenbildlichkeit zu begreifen. Für wen unter den Menschen gilt dies mehr, als für Maria, die Gott auserwäht, Mutter seines Sohnes zu sein!
- Und der Beginn der Apostelgeschichte, den wir in der zweiten Lesung hörten, zeigt uns Maria in der Mitte der zum Gebet im Abendmahlssaal versammelten Jünger - wohl um ihre mütterliche Anwesenheit aufzuzeigen bei unserem Tun als Kirche, gerade wenn wir uns wie jetzt hier zur Feier der Eucharistie oder zum gemeinsamen Beten versammeln. Ein großer Theologe sagt einmal: Durch sie, Maria, wird das Flehen um die Gabe des Himmels vollkommen, und es wird unfehlbar erhört (Hans Urs von Balthasar).
- Das Evangelium mag mit der etwas schroff anmutenden Bemerkung Jesu gegenüber seiner Mutter und seinen Verwandten: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder- etwas verwundern. Es will sagen: Die neue Bindung, die der Glaube bedeutet, reicht tiefer und weiter selbst als die familiäre Bande; am Ende wird nicht die Blutbande entscheidend sein, sondern das Hören und Befolgen von Gottes Wort!

Liebe Schwestern und Brüder,
so stehen diese Mutter und dieser Sohn für die große Verheißung, die in der Gestalt Jesu von Nazareth für die Menschheit aufgestrahlt ist. Und sie stehen für die große Versuchung, das Kreuz als end¬gültiges Scheitern dieser Verheißung zu deuten. Und doch sollte gerade durch das Kreuz uns Heil werden.

Dieses Bild steht auch für die Versuchung, Leid und Tod aus dem Leben des Glaubens und aus dem Leben der Kirche wegdrängen zu wollen, nicht wahrhaben zu wollen, dass seit jenem ersten Kar¬freitag viele Menschen in der Kirche am Leiden Christi Anteil genommen haben und gerade so auch an der Fruchtbarkeit des Evangeliums. Damit wir uns recht verstehen, kein Glaubender darf das Leid suchen oder gar verherrlichen, im Gegenteil: All unsere Kräfte werden in der Nachfolge Jesu dahin gehen, Leiden zu mildern oder besser zu vermeiden, wo es in un¬seren Kräften steht, denn auch Jesus selbst hat das Kreuz wahrhaf¬tig nicht gesucht. Er hat es „nur“ im Gehorsam angenommen, als es unausweichlich war für das Kommen des Reiches Gottes.

Und doch gibt es Menschen, die leiden für die Ausbreitung des Evangeliums; solche, die leiden an der gegenwärtigen Gestalt der Kirche und ihrer geringen Leuchtkraft; es gibt auch Menschen, die für ihre gottgewollte Sendung und in ihr Ohnmacht und Leid er¬tragen, die mit der Kirche leiden, weil Menschen das Evangelium und seine Forderungen innerlich ablehnen; weil diese Kirche nicht passt zu unserer Gesellschaft; weil letztlich das Evangelium unpas¬send scheint in einer aufgeklärten Welt der Selbstbestimmung, des Fortschritts und Wohlstands.

Sehr dankbar bin ich, dass ich vergangenen Sonntag an der Seligsprechung Johannes Paul II. teilnehmen konnte. Was für eine bewegende Feier mit abertausenden von Pilgerinnen und Pilgern aus aller Welt!
Papst Benedikt hat in seiner Predigt auf die tiefe Marienverehrung seines Vorgängers auf dem Stuhle Petri verwiesen: „Die Seligpreisung des Glaubens hat ihr Vorbild in Maria“ – sagte er. „Wir alle freuen uns, dass die Seligsprechung von Johannes Paul II. am ersten Tag des Marienmonats stattfindet, unter dem mütterlichen Blick Marias, die durch ihren Glauben den Glauben der Apostel gestützt hat und fortwährend den Glauben ihrer Nachfolger stützt, besonders jener, die auf den Stuhl Petri berufen sind. Maria kommt in den Erzählungen der Auferstehung Christi nicht vor, aber ihre Anwesenheit ist gleichsam überall verborgen: Sie ist die Mutter, der Jesus jeden einzelnen der Jünger und die ganze Gemeinschaft anvertraut hat.“
Die Kirchenkonstitution des Vat. II. Lumen gentium bekräftigt: „Alle Glieder des Volkes Gottes – Bischöfe, Priester, Diakone, Laien, gottgeweihte Männer und Frauen – wir alle sind auf dem Weg zur himmlischen Heimat, in welche uns die Jungfrau Maria vorausge-gangen ist, die mit dem Geheimnis Christi und der Kirche auf einzigartige und vollkommene Weise verbunden ist. Karol Wojtyła hat zuerst als Weihbischof und dann als Erzbischof von Krakau am Zweiten Vatikanischen Konzil teilgenommen; er wußte ja, dass das letzte Kapitel des Dokumentes über die Kirche Maria zu widmen bedeutete, die Mutter des Erlösers zum Bild und Vorbild der Heiligkeit für jeden Christen und für die ganze Kirche zu machen. Diese theologische Sicht hat der selige Johannes Paul II. als Jugendlicher entdeckt und dann während seines ganzen Lebens bewahrt und vertieft – eine Sicht, die im biblischen Bild von Christus am Kreuz und seiner Mutter Maria unter dem Kreuz zusammengefaßt ist. Es ist ein Bild, das sich im Johannes-Evangelium findet (Joh 19,25-27) und das in das Bischofs- und dann in das Papstwappen von Karol Wojtyła aufgenommen wurde: ein goldenes Kreuz, ein „M“ rechts unten und das Motto „Totus tuus“, das vom bekannten Wort des heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort stammt, in dem Karol Wojtyła ein Grundprinzip für sein Leben gefunden hat: „Totus tuus ego sum et omnia mea tua sunt. Accipio te in mea omnia; præbe mihi cor tuum, Maria.“ – „Ich bin ganz dein, und alles, was ich habe, ist dein. Dich nehme ich zu mir als mein alles; schenke mir dein Herz, o Maria“ (Abhandlung über die wahre Andacht zu Maria, Nr. 266).“

Ostern ist die Feier der kreuzgeborenen Freude. Nur der österliche Mensch vermag das Kreuz und in ihm die Stiftung neuen Lebens zu begreifen!
Ich möchte ganz am Ende das Gnadenbild, um das wir uns hier versammeln, so deuten: es strahlt für mich – trotz Trauer und Leid – Wärme und Geborgenheit aus, weil Maria ihrem Sohn in der äu¬ßersten Einsamkeit und Nacht des Todes ihre mütterliche Liebe erweist. Sie schafft ihm Raum in ihrem Schoß - und sie kann es, weil er, Gott, dem Menschen den Raum der Geborgenheit wie¬der aufgetan hat im Sterben und in der Auferstehung seines Sohnes. Amen.


Bericht aus dem Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Braubach (12.04.2011 15/011):
 

Die Mainzer Hofsänger gastierten jetzt mit einem brillanten Chorkonzert sakraler Werke in der Pilgerhalle des Klosters Bornhofen.Mainzer Hofsänger begeisterten Publikum

Die Mainzer Hofsänger gastierten jetzt mit einem brillanten Chorkonzert sakraler Werke in der Pilgerhalle des Klosters Bornhofen

Mainzer Hofsänger begeisterten Publikum
mit brillantem geistlichen Konzert in der Pilgerhalle

  Gut 250 begeisterte Besucher und eine Spende von 5.000,00 Euro zum Wohle der Kinder- und Jugendarbeit in der Kirchen- und Ortsgemeinde Kamp-Bornhofen, die Staatssekretär Roger Lewentz an Guardian Dr. Roger Cicholaz sowie den Ersten Beigeordneten Mike Weiland überreichen konnte, sind die tolle Bilanz des Konzertes der Mainzer Hofsänger, die am vergangenen Wochenende in der Pilgerhalle des Wallfahrts- und Franziskanerklosters Bornhofen gastierten. Präsentiert von Lotto Rheinland-Pfalz und dank einiger Sponsoren und Unterstützer, wie dem Freundeskreis der Franziskaner im Wallfahrtskloster Bornhofen, dessen Mitglieder Ursula und Rolf Lehr mit Tochter Heike Karbach auch die Verköstigung der Hofsänger übernommen hatten, der Volksbank Rhein-Lahn, der Energieversorgung Mittelrhein und der Süwag Gruppe, war dieses musikalische Highlight des meisterlichen Chorgesangs überhaupt erst möglich geworden.

  Seit nunmehr 10 Jahren haben die Hofsänger zu ihrem traditionellen Programm, also der Fastnachtskampagnen und der weltlichen Konzerte, eine weitere Bastion erobert - die der Kirchenkonzerte. Mit wachsender Begeisterung wurde das Repertoire immer weiter ausgebaut und namhafte Kirchen, wie etwa der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisdom, die Kathedrale von Palma de Mallorca, der Dom zu Speyer, Mainz, Magdeburg und Halberstadt, mit Konzerten besungen. Unter der musikalischen Leitung von Michael Christ und begleitet von Andreas Leuck am Klavier bot der 1926 gegründete Chor mit ihrem Kapitän Ralf Marling nun einen musikalischen Hochgenuss, von der die Besucher schier beeindruckt waren. Nach circa 80 Auftritten in acht närrischen Wochen und einigen weiteren Konzerten, die die Hofsänger zwischenzeitlich bereits geboten haben, war das Konzert am Wochenende nun ein etwas besinnlicherer Auftritt für den Chor. Mit Chorwerken von Silcher, Beethoven, Bruckner oder Wagner bis zu heutigen Komponisten und Spirituals reichte die musikalische Palette sehr weit und spannte damit einen großen Bogen über die bekannten sakralen Gesänge.

  Der voluminöse Chorklang, strahlende Tenöre und profunde Bässe beeindruckten die Zuhörer von Beginn an und rissen sie in ihren Bann. Hier überzeugten die Mainzer Hofsänger, die sowohl im A-cappella-Gesang als auch mit instrumentaler Begleitung einen harmonischen Klangkörper bilden. So sprang selbst bei diesem sakralen Konzert mit Werken, wie dem "Pilgerchor" von Richard Wagner, dem "Intermezzo" aus "Cavalleria Rusticana" von Pietro Mascagni oder Anton Bruckners bekannten "Ave Maria", der Funke der Sänger sofort aufs Publikum über. Gerade bei diesem Werk beeindruckte Frank Häser mit seiner Bassstimme in einer Solo-Nummer die Zuhörer. In der zweiten Konzerthälfte überzeugten insbesondere die Darbietungen der Spirituals. Mit "Kum ba ya, my Lord", "Swing low" oder "Good News" zeigten die Aktiven, wie sehr sie auch auf diesem musikalischen Stilgebiet wahre Meistersinger sind. Nach dem Stück "Die Rose" von Amanda Mc Broom riss es die Menschen gar von den Sitzbänken. Stehende Ovationen ernteten hier die beiden Solisten Stefan Zier (Tenor) und erneut Frank Häser (Bass), die erstmals an diesem Abend für Gänsehautgefühl sorgten. Dieter Schöneberger, eines der markantesten und bekanntesten Gesichter des Chores brachte die Stimmung der Gäste am Ende des Konzertes mit seiner Tenorstimme zum Überschäumen: Das Spiritual "Amen" und auch weitere bekannte Stücke, wie etwa das Finale mit dem Klassiker "Oh happy day", bei dem Hofsänger-Kapitän Ralf Marling den schließenden Glanzpunkt setzte, verleiteten die Zuhörer zum Mitsingen und Mitklatschen - ein brillanter Auftritt der Hofsänger, der sicherlich noch vielen Menschen in guter Erinnerung bleiben wird.

  Anschließend übergab Staatssekretär Roger Lewentz, der selbst Mitglied des Stiftungsrates der Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz ist und der im Vorfeld maßgeblich an der Vermittlung des Auftritts der Hofsänger in Kamp-Bornhofen beteiligt war, einen Spendenscheck zum Wohle der Kinder- und Jugendarbeit. Der Guardian des Klosters, Dr. Roger Cicholaz, Erster Beigeordneter Mike Weiland und Beigeordneter Peter Hohl zeigten sich über die Spendensumme in Höhe von 5.000,00 Euro sichtlich erfreut. Die Mittel werden zum Wohle der jungen Generationen in Kirchen- und Ortsgemeinde eingesetzt. Ein Dank der Ortsgemeinde gilt insbesondere dem Kloster Bornhofen und dem Freundeskreis der Franziskaner im Kloster Bornhofen für die großartige Unterstützung auch hinter den Kulissen.