Vertrauen

 

Die Schriften des Neuen Testaments erzählen von dem Wunder jenes Vertrauens, das Jesus in diese Welt zu bringen kam und befreiend und heilend vorgelebt hat. In allem wird sichtbar, dass wir innerlich wahr werden, indem wir tiefer vertrauen, intensiver zu lieben und mutiger zu hoffen wagen.

 

Vertrauen ist ein „Relationsbegriff“. Er bezieht sich auf das Verhältnis zum Gegenüber und auf die Beziehung der Vertrauensperson zu sich selbst (reflexive Relation). Beim Vertrauen in andere muss ein Selbstvertrauen vorausgehen, um in der „Hoffnung auf Gutes“ bestimmt zu werden... Nur wenn das Ich sich selbst wahrnimmt und als von Natur aus offen und erreichbar für die Rede Gottes ist, kann das Vertrauen entstehen, das Jesus meint, wenn er von der Wahrheit und der Liebe spricht. Es ist klar, dass Offenbarung undenkbar ist, wenn nicht Gott als ein redefähiges, personales Wesen gedacht wird.

 

In Mt 14, 22-33 ging Jesus über das Wasser. Ich vertraue darauf, dass Jesus auch heute und zu allen Zeiten über das Wasser gehen wird...

In unbedingtem Vertrauen in seinen und unseren Vater sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Gebt ihr ihnen zu essen“ (Speisung der Fünftausend).

Ein profanes Beispiel: Von denen, die die Musik nicht hörten, mögen die, die tanzten, für verrückt gehalten werden...

 

 

Manfred Reichgeld

(06.06.2021)

 

 

Start: 19.12.2015