|
|
|
|
Wallfahrtskloster Bornhofen
|
Vorbemerkung zur Erzählung
Die
Wallfahrt nach Bornhofen
von Jakob Kneip
Jakob
Kneip wurde als Bauernsohn am 24.4.1881 also
vor 125 Jahren - in Morshausen auf dem
Vorderhunsrück geboren. Von 1895 bis 1902
besuchte er das Kaiserin-Augusta-Gymnasium
(heute Görres Gymnasium) in Koblenz. 1902
studierte er ein Semester Theologie in
Trier, nachdem die Eltern ihn Gott als
Priester versprochen hatten - wie das früher
oft der Fall war. Dieses Gelöbnis mag auch
der Hintergrund der ganz persönlichen
Wallfahrt der Eltern mit dem Sohn sein, von
dem im Folgenden u.a. die Rede ist. Der
kurze Aufenthalt in Trier bzw. das Gelöbnis
der Eltern spielen auch eine große Rolle in
Jakob Kneips Roman “Porta Nigra“; dabei
steht dieser Name für die Bischofsstadt
Trier. Jakob Kneip war dann — nach einem
Sprachstudium und Auslandsaufenthalt in
London und Paris — im Schuldienst ab 1908
tätig. 1924 wurde er krankheitshalber und um
seine schriftstellerische Tätigkeit
fortzusetzen, beurlaubt. Von 1941 bis 1958
lebte er in Pesch bei Euskirchen; er
verunglückte 1958 auf dem Bahnhof Mechernich
und starb nach wenigen Tagen.
Der
älteren Generation ist Jakob Kneip
vielleicht noch bekannt - und sei es nur als
Autor in den Schullesebüchern. Seine
Dichtungen haben ihren Wurzelgrund in seinem
christlichen Glauben und in seiner
Heimattreue. Der zutiefst katholische
Dichter verstand sich als Vermittler der
Botschaft Gottes.
In seinem
Bericht über die Wallfahrt nach Bornhofen
schildert er Brauchtum der Heimat, das
vielerorts so vorkam, so ähnlich ablief, oft
den gleichen Anlass hatte - nämlich,
ursprünglich die Errettung aus der Not des
Dreißigjährigen Krieges - und die
Wallfahrtskirche Bornhofen als Ziel hatte.
Der Text
befindet sich in einer Materialsammlung zu
Jakob Kneips Autobiographie “Spiegelbild und
Traum“, die 1946/47 teilweise als
Fortsetzungsreihe im Rheinischen Merkur
erschien. Er ist bisher vermutlich nicht
veröffentlicht.
Werner
Schönhofen
Zur Erzählung: Die Wallfahrt nach Bornhofen
|