Weitere Ausstattungsstücke

 

Wandbild im Chor, Motiv aus der Marienlegende

Die Bilder im Chor: Joachim und Anna bringen Maria in den Tempel und weihen sie Gott; Anna unterweist ihre Tochter Maria in den hl. Schriften; die Flucht nach Ägypten; die Engel beim Grabe; Adams und Evas Vertreibung aus dem Paradiese; Kains Flucht nach der Erschlagung seines Bruders Abel, die von dem Düsseldorfer Künstler Bernard Budde (Malerschule der Nazarener) am Ausgange des Kulturkampfes gemalt worden waren, wurden 1985 neu aufgefrischt.
Die Holzkanzel des 19. Jh. hat im Zuge der Renovierung ihren ursprünglichen farbigen Anstrich wiedererhalten. Dadurch treten die Figuren der Evangelisten und deren Tiersymbole wieder deutlicher hervor. Über der Kanzel befindet sich ein eindrucksvolles Wandkruzifix des 15. Jh.: der Körper in ruhiger, ausgewogener Haltung, das Haupt von langsträhnigen Haaren gerahmt, die gesamte Ausführung etwa in Lebensgröße. 1980 nahm das einstmals in der Vorhalle gehangene Kreuz, renoviert und mit neuer Dornenkrone, den Platz des nunmehr in der Vorhalle angebrachten Kreuzes ein.
Links neben der Gnadenkapelle hängen über dem Leyen-Epitaph mehrere Krücken, die Gläubige nach ihrer Heilung zurückgelassen haben; dazwischen die Eisenketten, mit denen Johann Brömser von Rüdesheim bei den Sarazenen gefesselt gewesen sein soll; darüber weitere Votivgaben: goldene und silberne Herzen und Kreuze aus früheren Jahrhunderten. Damit sind nur exemplarisch einige Gegenstände gezeigt, die die Verbundenheit des gläubigen Volkes mit Bornhofen widerspiegeln. Ausführlicher verzeichnet dies eine Handschrift des 18. Jh., die vom Kamper Pfarrer Folckmer angelegt wurde und in der Hessischen Landesbibliothek zu Wiesbaden (Hs. 72) aufbewahrt wird. Sie beinhaltet: Inventarium Paramentorum et Ornamentorum Ecclesiae Bornhoviensis (1720), Nomina Conversorum ad Fidem ab Anno 1718, Miracula Hic Bornhovii 1681-1789, Nomina Benefactorum.