Das Gnadenbild im Wandel der Zeit

15.    
„Läßt keinen je vergeblich bitten...“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Festschrift zur Erinnerung an die feierliche Krönung des Gnadenbildes der schmerzhaften Mutter von Bornhofen a. Rhein am 10. Mai 1925“ enthält mehrere eigens zu diesem Anlass verfasste Gedichte, „daß sie künden von der Macht und Güte der himmlichen Gnadenmutter, ...von dem was Maria durch all die Jahrhunderte so überaus reich an Leib und Seele den Tausenden von Pilgern erwies, die zu ihrer Gnadenstätte kamen und sie voll des Vertrauens anflehten“.

 

 

 

 

Zur Krönung des Gnadenbildes

 

Wie sich des Stromes Fluten wälzen

Hinunter nach dem tiefen Meere,

So wendet sich die Schar der Beter

Zu Dir, o Mutter, voll der Ehre.

Denn wo auf Erden litt ein Menschenherz,

Jemals den Schmerz, den Du nicht auch gelitten!

Du bist ja selbst das Meer der Schmerzen,

Läßt keinen je vergeblich bitten

Und wer sich Dir, o Mutter, naht

Und innig fleht um Dein Erbarmen,

Den nimmst Du liebreich zu Dir auf,

Umfängst ihn lieb mit Mutterarmen.

In Stein gehauen ward schon manches Lob

Für das, was gütig Du gewährt,

Jedoch unnennbar ist der Dank,

Den nur der Himmel hat gehört.

Und droben in dem Himmelssaal

Wardst Du geehrt von Deinem Sohne.

Gestatte uns, daß wir Dein Bild

In Freude schmücken mit der Krone.

Sie wird aus Liebe Dir gegeben,

Bereitet Dir aus reinstem Gold,

Die Edelsteine, die sie zieren,

Nimm Mutter, als der Minne Sold.

Trag sie für uns, o Königin der Schmerzen,

Trag sie aus Liebe, diese ird`sche Krone.

Die schönste aber bleibet die,

Die du empfingst von Deinem Sohne.

 

E. Matt

 

 

„80 Jahre danach“ mag uns die Sprache dieses Lobliedes vielleicht fremd anmuten. Unverändert geblieben aber sind Hoffnung und Vertrauen von Hunderttausenden, die seither nach Bornhofen gekommen sind und im Gebet vor dem Gnadenbild Trost und Hilfe gefunden haben.