Das Gnadenbild im Wandel der Zeit
 

19. Restaurierungen des Gnadenbildes

Durch die Restaurierungen im Laufe der Zeit hat sich das Aussehen des Gnadenbildes nicht unwesentlich verändert – am meisten wohl durch die Kolorierung um 1850.

„In neuerer Zeit (1925) ist die Figur zwar wieder neu gefasst (d.i. restauriert), aber ihr hohes Alter nicht, wie es wünschenswert wäre, zur künstlerischen Geltung gebracht worden“ (P. Damasus Fuchs).

Die letzte umfangreiche Restaurierung der Holzskulptur fand 1979 statt. Aus dem Untersuchungsbericht des Restaurators:
„Chemische und mechanische Proben ergaben, daß es sich bei dem jetzigen Aussehen nicht um die Erstfassung handelt. Unter meist sehr dicker Kreidegrundierung befinden sich eine bis mehrere partiell unterschiedliche Fassungen, die in ihrer Farbgebung zum Teil ganz anders, gelegentlich jedoch der obersten Fassung entsprechen.“

„Vergleicht man Vesperbilder derselben Epoche mit der des Gnadenbildes in Farbgebung und Ausdrucksweise, so ist die jetzige Fassung eine glatte Verfälschung der damaligen Konzeption.“

Etwas über die „Veränderungen durch Restaurierung“ sagen auch die beiden folgenden Anmerkungen aus dem vor genannten Untersuchungsbericht:
„Die Neufassung von Holzplastiken in der Folgezeit der Gotik war neben dem Stilwandel eine weit verbreitete Lösung der Verfallsprobleme.“

„Es kann nicht im Sinne des Wallfahrtsklosters Bornhofen sein, den Besuchern und Pilgern ein Fragment aus gotischer Zeit zu zeigen, dies sollte Aufgabe der Museen sein.“