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Das Gnadenbild im Wandel der Zeit
14. Um den Liebenstein
Ein
Bornhofener Spiel in 3 Akten

Anlässlich der feierlichen Krönung des Gnadenbildes am 10. Mai
1925 wurde im Rahmen der Feiern ein eigens zu diesem besonderen
Ereignis von P. Hippolytus Böhlen, ofm geschriebenes Spiel (Um
den Liebenstein – Ein Bornhofener Spiel in 3 Akten) aufgeführt:
„Gott und seiner hl. Mutter zur Ehr.“
In seiner Einführung schreibt der
Autor: „Unser Spiel spielt in den Jahren 1409-1410... Das
berichtete Wunder steht in alten Quellen und wird mit Namen und
Umständen ausführlich erzählt. Meister Konrad war in Kochem
beheimatet, wohnte aber zur Zeit, als sein Kind geheilt wurde,
in Bornhofen."
Ausschnitte aus dem 3. Akt:
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Meister Konrad: |
Mein Bub, der Philipp!
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Die Frau: |
Herr Pfarrer, hier, ist mein Kind! Geheilt!
Gott, es kann gehen, ohne Krück!
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Pfarrer: |
Gott Dank und seiner Mutter!
Kannst du wirklich gehen, Philipp?
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Philipp: |
Ja,
gehen!
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Mutter: |
Heute wird das Bübchen 9! Habens zur Kirch getragen und
gebetet, gebetet und geweint! Hat so fest
Vertrauen, und es sollt nit sein! Sind so traurig
gegangen, Gott! Mein armer Mann wollt schier
verzweifeln! Ich mußt hoffen, und wie es eben zum Ave
leutet, ich mein, ganz anders als sonst, da mußt ich
mich hinknien und beten.
Beten, wie ich’s noch nie gekonnt, und das Kind hat
unter Stammeln und Tränen der Gottesmutter den Gruß
gelallt. Auf einmal hälts ein – tut erst einen Schrei,
ganz bleich und blaß, dann fährts ihm Not über das
Gesicht, es ruft: Mutter ich kann gehen! Wirft die
Krücken weg. Läuft auf mich zu, fällt mir um den Hals
(Damit umarmt die Frau den Kleinen leidenschaftlich;
alles steht ergriffen um die Beiden).
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Pfarrer: |
Ein großer Gnadentag. Dem schon viele vorausgingen, und
noch viele folgen!
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P. Guardian: |
Hier sehen wir Gottes Hand und seiner Mutter
Bittgewalt, in tausend Fällen sehen wir sie
nit! Bornhofen ist ein Segensort für die rheinischen
Lande! |
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