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Pilgerhalle
Baugeschichte: Die räumlichen Voraussetzungen zur pastoralen Betreuung der jährlich über 400 Prozessionen waren in Bornhofen seit jeher unzureichend. Die verhältnismäßig kleine Wallfahrtskirche konnte nicht den notwendigen Raum für würdigen Gottesdienst, Sakramentenempfang und private Andacht bieten. Daher hatte bereits im Jahre 1912 Guardian Fidelis Schuhmacher das Gelände an der Nordseite der Kirche, zur steil aufragenden Felspartie hin, in einen Pilgerplatz umformen lassen, den Guardian Damian Helmke 1933 erweitern ließ. Zwar war auf diese Weise Raum gewonnen worden, jedoch blieben die Wallfahrer nach wie vor allen Launen der Witterung ausgesetzt. Ein weiteres kam hinzu: Nach 1945 umlärmte der von Jahr zu Jahr anschwellende Verkehr das Wallfahrtsgelände und schnitt es mit der vielbefahrenen Straße zu den Burgen Sterrenberg und Liebenstein sogar an. Pilgerhalle:
Beschreibung Die umbaute Fläche beträgt ungefähr 900 qm und weist 1000 Sitz- und ebenso viele Stehplätze auf. Der Hauptraum der Pilgerhalle bildet in seinem Grundriß ein Quadrat von 21,5 m x 21,5 m. Der Burgenstraße und der Wallfahrtskirche zu ist er mit einem Mauerwerk umgeben, das in 4 m Höhe durch ein 1 m hohes Lichtband durchbrochen ist. Im Osten wird das Quadrum durch zwei Pfeiler begrenzt und durch einen flach überdachten, sich verjüngenden Raum komplettiert. Dem Bornhofener Tal zu schließt sich ein offener, rechteckiger Raum (10 m x 12 m) an, der auf drei Seiten hin 2 m überdacht ist (Kreuzweg von A. Morkramer). Die Pilgerhalle besitzt ein Dach in Holzkonstruktion mit einer maximalen Höhe von 19 m. Der Altar aus Westerwälder Trachyt hat einen 40 cm hohen Fuß, auf dem die 60 cm hohe, 1,50 m lange quadratische Mensa ruht. Das Gesamtgewicht beträgt etwas über 4 Tonnen. Auf den vier Seitenflächen sind Motive des Sonnengesangs des hl. Franziskus eingemeißelt. An der Altarwand befinden sich ein großes Bronzekreuz und je zwei Medaillons (Mariä Verkündigung, Pietä - Bestätigung der Regeln des hl. Franziskus, Einprägung der Wundmale). Die künstlerische Gestaltung von Kreuzweg, Altarraum und Beichtkapelle lag in den Händen des Bildhauers Arnold Morkramer aus Bruchertseifen (Ww.). Die Pilgerhalle ist mit einer pfeifenlosen Dereux-Elektronenorgel ausgestattet. Hervorragende Klangeigenschaft und vielseitige Registriermöglichkeiten bestimmen den Wert dieses Instrumentes, das nicht verstimmen kann. Zwischen Alt und Neu verbindet die 157 qm große Beichtkapelle, in der sich die Gläubigen ungestört der Andacht und der Meditation hingeben können. Beichtkapelle:
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