Kirchplatz 2, 56341 Kamp-Bornhofen; Fon: (067 73) 959 780; Fax: (067 73) 959 7820 E-Mail: franziskaner@wallfahrtskloster-bornhofen.de
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Historische Namensformen

Burginhoven (1110) - Burnhoven (1140) - Burnehoven (1213) - Burenhoven (1295) - Burnhovin (1370) - Burnhobin (1393) - Bornhoffen (1410) - Bornhoiffen (1438) - Bornhoffen (1753)
 

Geschichtliche Grundlagen


Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Bornhofen erfolgte am 12. Juni 1110. Damals übergab Propst Richwin vom St. Martinsstift zu Worms mit Zustimmung des deutschen Königs Heinrich V. auf Bitten des Erzbischofs Bruno von Trier den Kanonikern des St. Martinsstiftes den Fruchtzehnten zu Brato (Prath), Dahlheim, Spaldo (Spay), Burginhovin (Bornhofen), Campa (Kamp), Luggershausen (Lykershausen), etc.


Der Name „Burginhoven" erklärt sich wohl daraus, dass der Ort als Ansiedlung und fränkischer Herrenhof am Fuße der Reichsburg Sterrenberg, die schon im 12. Jh. bestand, seinen Anfang nahm. In der Zeit von 1140 bis 1250 ist ein Rittergeschlecht „von Bornhofen" urkundlich nachweisbar, das zu Beginn des 13. Jh. den Namen „von Sterrenberg" synonym gebrauchte und diesen schließlich beibehielt. Von dem Geschlecht, das den schwarzen, achtstrahligen Stern auf goldenem Grund in seinem Wappen führte, sind uns einige Vertreter namentlich bekannt: Embrico von Burnehoven und seine Frau Engeltrudis (1140); Godefrid von Burnehoven (1213); Reinbold (Remboldus) von Burnhoven und seine Frau Sophya (1250). Der in den Jahren 1224 bis 1237 erwähnte Remboldus, Priester zu Bornhofen, wohnte in Boppard, wo er ein Haus besaß. Der Priesterdienst in Bornhofen setzt aber die Existenz einer Kapelle oder Kirche voraus. Diese wird auch tatsächlich am 15. Januar 1295 (ecclesia in Burenhoven) genannt, während der Vorgängerbau der heutigen Wallfahrtskirche 1311 als Kapelle bezeichnet wird. Wohl anlässlich des 100. Jahrestages bezüglich der Aufstellung des ersten Gnadenbildes gewährte Papst Bonifacius IX. am 13. November 1389 der Marienkapelle zu Bornhofen die Gewinnung eines unvollkommenen Ablasses: „Bonifacius IX. capelle B. Marie in Bornhoven, Trever. dioc. concedit indulgentias non plenarias" (Vatikanische Regesten). Ein Pachtbrief aus dem Jahre 1393 bestätigt noch einmal, dass die Kirche „Unserer lieben Frau" (Unser Lyebin frauwen zu Burnhobin) geweiht war. Der Bezirkskonservator Prof. Dr. Wichert ließ 1926 mehrere Gräben in der Kirche ziehen, um die alten Fundamente eingehend studieren zu können. Er kam zu dem Resultat, dass an Stelle der jetzigen Kirche eine dreischiffige Basilika mit flacher Decke stand. Auch wurden Fundamente eines Kreuzganges, der sich an die Kirche anschloss, entdeckt. 1963 entfernte man die Holzeinfassung des Hochaltars, um einen marmornen Altartisch zu errichten. Dabei entdeckte man den gotischen Stipes. An den Seiten waren 15 bis 20 cm abgeschlagen zur Anbringung der Holzeinfassung.

Start: 19.12.2015