Kirchplatz 2, 56341 Kamp-Bornhofen; Fon: (067 73) 959 780; Fax: (067 73) 959 7820 E-Mail: franziskaner@wallfahrtskloster-bornhofen.de
Kirchplatz 2, 56341 Kamp-Bornhofen;      Fon: (067 73) 959 780; Fax: (067 73) 959 7820     E-Mail: franziskaner@wallfahrtskloster-bornhofen.de

Geschichte des Wallfahrtsklosters

Ursprünglich hatte der Pfarrer von Kamp den Wallfahrtsdienst in Bornhofen mit zu versehen. Als aber die Zahl der Pilger zunahm, berief der Kurfürst von Trier im Jahr 1662 die Franziskaner von Boppard zur Aushilfe. Sie sollten an allen Sonn- und Feiertagen eine Hl. Messe feiern und im Beichtstuhl mithelfen. Auch das genügte bald nicht mehr. Deshalb wollte der Kurfürst und Erzbischof von Trier, Johann Hugo von Orsbeck, in Bornhofen ein Kloster errichten; er berief 1679 die Kapuziner, die vorher in Wellmich ein armseliges Klösterchen hatten. Anfangs wohnten sie dort in einem engen Glöcknerhaus neben der Kirche. Im folgenden Jahr legte der Kurfürst eigenhändig den Grundstein zum neuen Kloster, dessen Baukosten er allein trug. Nach vier Jahren war der Bau vollendet, und die Kapuziner zogen ein. Über 130 Jahren arbeiteten die Kapuziner unermüdlich und segensreich zur Ehre der Gottesmutter von Bornhofen und zum Heil der Pilger. Da wurde im Jahr 1813 das Kloster aufgehoben und die Ordensleute vertrieben. Jahrzehntelang waren dann im Kloster zwei Wirtschaften.

Erst im Jahr 1850 wurde das Haus wenigstens teilweise wieder seiner früheren Bestimmung zurückgegeben. Inzwischen gehörte Bornhofen zu dem 1827 neu gegründeten Bistum Limburg. Der damalige Bischof, Peter Josef Blum, kaufte 1850 einen Flügel des Klosters und aufs Neue zogen Ordensleute ein,  um die Gnadenstätte zu betreuen. Diesmal waren die Redemptoristen aus Altötting, da der Bischof in Bornhofen ein „Altötting am Rhein” sah. Aber es waren ihnen nur 23 Jahre hier vergönnt, da diesmal der Kulturkampf ausbrach. Am 19. Oktober 1873 mussten sie das Kloster und zugleich ihre deutsche Heimat verlassen und ins Ausland, in die Verbannung ziehen.

Am 28. März 1890 hatte sich der Bischof von Limburg, Dr. Karl Klein, mit Erfolg für eine Wiederbesiedlung der Wallfahrtsstätte, durch die Franziskaner der Thüringischen Ordensprovinz, eingesetzt, die an die Tradition der Kapuziner und Redemptoristen anknüpfte. Während der Zeit des Nationalsozialismus war es für die Patres äußerst schwierig, ihren Dienst auszuüben. Es wurde ein politischer Kommissar eingesetzt, der die Finanzen verwaltete, die Opferstöcke leerte, den Patres für die Aushilfen das Geld aushändigte und die Fahrkarten als Belege zurückverlangte. Verschiedene Räume des Klosters wurden in den Jahren 1942 bis 1945 zur Unterbringung von „Volksdeutschen” benutzt.

1949 gab es einen Rückschlag. Ein Brand, dessen Ursache nie ganz aufgeklärt wurde, vernichtete den ganzen Dachstuhl der Wallfahrtskirche und des Klosters sowie den oberen Stock des Klostergebäudes. Das Gnadenbild der Schmerzensmutter Gottes blieb unversehrt. Der Wiederaufbau wurde von der hiesigen Bevölkerung und von den Pilgern tatkräftig unterstützt.

Start: 19.12.2015