Kirchplatz 2, 56341 Kamp-Bornhofen; Fon: (067 73) 959 780; Fax: (067 73) 959 7820 E-Mail: franziskaner@wallfahrtskloster-bornhofen.de
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Eigenart der Wallfahrt nach Bornhofen

Wie es an sehr vielen Wallfahrtsorten üblich ist, finden in Bornhofen keine festen Wallfahrtstage statt. Schon immer bot diese Gnadenstätte eine breite Zeitspanne an Möglichkeiten für verschiedene Pilgergruppen, die seit dem Mittelalter hierher kommen. Diese Charakteristik ergibt sich aus ganz natürlichen Gründen: Die Lage des Wallfahrtsortes, der eingeengt ist zwischen dem romantischen Mittelrhein auf der einen Seite und den steilen Schifferfelsen auch der anderen, macht ihn wenig geeignet für große Pilgerversammlungen. Deshalb verteilen sich die Prozessionen über den ganzen Sommer. Von Anfang Mai bis Ende Oktober kommen nach Absprache mit dem Kloster Bornhofen viele Wallfahrten, oft mehrere an einem Tag.

Die meisten Pilgergruppen kommen aus der Diözese Limburg sowie den benachbarten Bistümern Trier, Köln und Mainz.

Ein ganz besonderes Merkmal unseres Wallfahrtsortes sind die Schiffsprozessionen, die schon seit dem Mittelalter diese Gnadenstätte auszeichnen. Aber auch viele Fußwallfahrten aus dem Hunsrück, Eifel, Taunus und Westerwald, von der Mosel und Lahn, rheinauf und rheinab, die nach Bornhofen pilgern – oft bis zu 60 km an einem Tag, bilden einen weiteren Stein im bunten Mosaik der großen Wallfahrtsfamilie.

Dank der technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit erreichen uns auch viele Pilger mit dem Bus oder privatem Pkw.

Was sonst kein Wallfahrtsort in Deutschland aufzuweisen hat, sind die Schiffsprozessionen nach Bornhofen. Schon im Mittelalter kam jedes Jahr eine Schiffsprozession von Köln-Maria Lyskirchen. Eigens für diese Schiffswallfahrten nach Bornhofen hat Jahre 1842 der Dichter Guido Görres das weit über die Grenzen hinaus bekannte Wallfahrtslied: „Geleite durch die Wellen” (Nr. 147) geschrieben.

Jede Art von Wallfahrt ist ein Bild für unser Pilgerleben, wie es in der „Konstitution über die Kirche” des 2. Vatikanischen Konzils heißt: „Die Kirche schreitet zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes auf ihrem Pilgerweg dahin und verkündet Kreuz und Tod des Herrn bis er wiederkommt. Maria ist Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes für das pilgernde Gottesvolk”.

Start: 19.12.2015