Kirchplatz 2, 56341 Kamp-Bornhofen; Fon: (067 73) 959 780; Fax: (067 73) 959 7820 E-Mail: franziskaner@wallfahrtskloster-bornhofen.de
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Wissenswertes 2019

© Hubert Goldstein / In: Pfarrbriefservice.de

Kreuzwegstationen im Bornhofertal

 

Die Anlage eines Kreuzweges mit den 14 Leidensstationen, wie man sie in vielen Wallfahrtsorten findet, wurde 1922 mit dem Kauf des Terrains „Hainberg“ begonnen: ein mit Schlagholz bewachsener Distrikt vom letzten Haus im Bornhofertal hinauf zu der Ruine Sterrenberg.

 

Die einzelnen Stationen an dem neu errichteten Waldpfad entlang waren als kapellenartige Bauten gedacht mit großen Gemälden der Leidensgeschichte Christi. Im Jahr der Krönung des Gnadenbildes - im März 1925 – fand die Grundsteinlegung zu der von der Niederrheinischen Schiffswallfahrt gestifteten 1. Kreuzwegstation statt. Die 3. Station ist das Geschenk eines unbekannten Wohltäters aus Düsseldorf.

 

Ein Kunsthistoriker schrieb damals: „Möge der Künstler (Kunstmaler A. Ternes aus Düsseldorf) mit religiös tief ergriffener Seele mutig weiterschaffen an dem großen Werk!“ - Weil sich keine Stifter fanden, wurden die beiden Bauwerke nicht weitergeführt. Heute befinden sich die Kreuzwegstationen fast unbemerkt in einem wenig erfreulichen Zustand. Im Jahr 2006 gab es konkretere Überlegungen, „das große Werk“ in zeitgemäßer Form fortzuführen. Nach dem Wechsel in der Leitung des Klosters wurde die Idee nicht weiter verfolgt.

 

Manfred Reichgeld

(11.02.2019)

© Ursula Deutsch / In: Pfarrbriefservice.de

 

Um 1780:

Weinberge des Klosters


An Grundvermögen der Wallfahrtskirche gehörten in der 2. Hälfte des 18. Jahrh. auch neun Teilweinberge (Ellig, Bornberg, Hauserweg, Kolbenberg, …).

 

Bezüglich der Bodenbeschaffenheit zählte ein Wingert zur 2. Klasse, einer zur 4. und die übrigen zur 5. Klasse. Sie waren mit insgesamt 5000 Stöcken bepflanzt. Bei normaler Witterung trugen die Reben 4-5 Ohm (6-7,5 hl), wovon die eine Hälfte der Kirche, die andere dem Erbpächter zufielen. Der Ertrag wurde als Mess-, Kommunikanten- und Johanniswein verwendet, reichte aber bei weitem nicht aus, sodass jährlich hinzugekauft werden musste. „Die Kirche hat nicht das erforderliche Weinwachstum“, heißt es in einem Bericht an den Kurfürsten, „es sind jährlich mindestens 9 Ohm notwendig“.


Quelle: Damasus Fuchs: Bornhofen am Rhein. Geschichte des Ortes, der Kirche, des Klosters und der Wallfahrt. Fulda 1937

 

Manfred Reichgeld

(15.01.2019)

Renovierung der Gnadenkapelle

Im Laufe der Zeit hat sich das Innere der Gnadenkapelle immer wieder verändert. 1918 stiftete ein unbekannter Wohltäter eine „herrliche Wandbekleidung“: brauner, in Felder eingeteilter Lahnmarmor, der „dem heutigen Raum einen feierlichen Ausdruck verleiht“ (D. Fuchs, 1937).

 

Im Archiv des Klosters befindet sich ein Brief des o.g. Wohltäters, in dem dieser in deutlichen Worten sein Unverständnis darüber ausdrückt, dass „die schön gemusterten Marmorplatten“ in der Gnadenkapelle bei der letzten Renovierung „einfach mit weißem Putz übertüncht“ wurden.

 

Die Marmorwandbekleidung - 1918 von der Firma Joh. Peter Radermacher aus Aachen ausgeführt - wird derzeit freigelegt und nach der Renovierung und Wiedereröffnung der Wallfahrtskirche zu sehen sein.

 

 

Manfred Reichgeld

(10.01.2019)

Start: 19.12.2015